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Bowling for Columbine

Eindeutig die Inspiration für diesen Blog.

Ich fand die Dokumentation unglaublich vielschichtig; allerdings ist uns Michael Moore seine persönliche Begründung für die Schießwütigkeit seiner Landsleute schuldig geblieben.

"Was ist überhaupt verwerflich daran, wenn Menschen Menschen töten?!", fragte mich mein Freund heute beim Frühstück über sein Wurstbrot hinweg.
????
Das konnte jetzt nicht sein Ernst sein. Ich führte Argumente wie Ethik, Religion, Humanismus etc an.
"Aber Tiere töten sich doch auch untereinander..." meinte er.
Natürlich, aber die hätten ja kein Bewußtsein, das wäre ja Natur, gab ich zu bedenken.

Am Ende dieser fragwürdigen, von Seiten meines Freundes durchaus provokant geführten, Diskussion kamen wir zu dem gemeinsamen Schluß, daß die Triebfeder des "Du-sollst-nicht-töten" Angst ist. Nämlich Angst, selbst getötet zu werden.
Menschen schließen sich seit Urzeiten zusammen, da sie festgestellt haben, daß man sich in einer größeren Zahl besser gegen die Gefahren der Umwelt erwehren kann.
Lebt man nun dicht aufeinander, was bei jeder Spezies Spannungen erzeugt, müssen klare Regeln geschaffen werden um die Gemeinschaft nicht von innen zu sabotieren und die Kräfte nach außen - gegen den Feind - zu bündeln.

Das Gebot, nicht zu töten, hatte und hat bis heute also ganz handfeste, praktische Gründe. Zwar wurde es durch die 10 Gebote und andere Weltreligionen hübsch verbrämt und stilisiert, aber die Wurzel ist der Wunsch selbst zu überleben.

Die bigotten Amerikaner umschiffen die Sache elegant in dem sie sagen: "Ich glaube an Gott und die 10 Gebote, aber ich sehe jeden Tag im Fernsehen wie gefährlich es da draußen ist.
Jemand, der nachts durch meinen Vorgarten spaziert, ist also weder betrunken noch sucht er seinen Hausschlüssel, sondern will meine Familie und mich berauben und anschließend ermorden."
Genau so eingefahren wie sein Denken ist im Anschluß auch seine Konversation. Man geht erstmal auf Nummer sicher, sprich "Erst schießen - und dann fragen, was er wollte".

Jaaa, mag sein, daß ein Haufen Tote auch auf das Konto von Schießereien zwischen rivalisierenden Gangs zurückgehen, aber doch nicht alle!
"Self fulfilling prophecy" - gebe einem 6 Jährigen eine Waffe und er wird jemanden finden, den er als bedrohlich genug empfindet um auf ihn zu schießen. Besonders, wenn er ein schießwütiges Cowgirl zur Mutter hat. (siehe Film)

Mein besonderer Freund in dieser Reportage ist Marilyn Manson. Die Art und Einstellung dieses Mannes im Interview hat mich dazu verleitet, mir ein paar Interviews und seine Biographie aus dem Netz zu ziehen. Ich wußte bereits, daß er Journalist oder etwas ähnliches war; seine klare Sicht auf die Mißstände in seinem Land und der trockene Humor haben mir gefallen. Es gehört Intelligenz dazu, der "böse Junge" zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich ein friedliches Wochenende.
7.7.06 18:34
 


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